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Laut einer aktuellen Studie riskieren Einzelhändler durch Marketing in sozialen Netzwerken Konsumenten zu verärgern

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Laut einer aktuellen Studie riskieren Einzelhändler durch Marketing in sozialen Netzwerken Konsumenten zu verärgern

Der Einzelhandel steht zwar Marketing in sozialen Netzwerken zunehmend kritisch gegenüber, investiert aber auch zukünftig kräftig in diesen Kommunikationskanal

·         2012 gehörten die Ausgaben des Einzelhandels für Marketing in sozialen Netzwerken im Branchenvergleich zu den höchsten. Laut einer aktuellen weltweiten Studie sollen diese Ausgaben im Jahr 2013 weiter steigen.

·         Der Einzelhandel läuft Gefahr, potenzielle Kunden durch zu aggressive Werbemaßnahmen in sozialen Netzwerken abzuschrecken.

·         Der Einzelhandel gibt sich hinsichtlich der Bedeutung von sozialen Netzwerken als Marketingkanal zurückhaltender als andere befragte Branchen.

Henley-on-Thames (UK) / München, 05. Februar 2013 – Marketing-Mitarbeiter im Einzelhandel können möglicherweise durch zu offensive Online-Werbemaßnahmen eine unbeabsichtigte Kundenabwanderung herbeiführen. So das Ergebnis einer neuen, weltweiten Studie über die Effektivität von Marketing in sozialen Netzwerken. Auftraggeber der Untersuchung ist Pitney Bowes Software, ein führender Anbieter für Marketing- und Kommunikationslösungen.

Für die unabhängige Studie befragte das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne Konsumenten sowie Marketingexperten aus Australien, Frankreich, Deutschland, Großbritanien und den USA zuihrer Meinung über die von Marketingleitern initiierten Marketingaktivitäten in sozialen Netzwerken.

Laut Studie gehört für mehr als sechs von zehn (64 %) Marketingleitern aus dem Einzelhandel die zunehmende Nutzung sozialer Netzwerke im Alltag ihrer Kunden zu den drei wesentlichen Trends im heutigen Verbrauchermarketing. Nur Befragte aus der Konsumgüterbranche schrieben sozialen Netzwerken eine noch größere Bedeutung zu.

Daher überrascht es nicht, dass der Einzelhandel im Branchenvergleich mit das meiste Geld für Marketing in sozialen Netzwerken ausgibt. So wurden dafür im Jahr 2012 durchschnittlich 21 % des Marketingbudgets aufgewendet, während es 2013 voraussichtlich 28 % sein werden. Nur die Marketingabteilungen von Telekommunikationsunternehmen werden 2013 noch mehr Geld für Social Media Marketing ausgeben.

Allerdings teilt der Einzelhandel nicht ganz den Optimismus der anderen untersuchten Branchen, wenn es um die Konzentration auf soziale Netzwerke geht und wie sich diese in Zukunft entwickeln werden. So vertrauen nur 64 % der Marketingleiter aus dem Einzelhandel auf soziale Netzwerke. Damit liegt ihre Zustimmungsrate unter dem Durchschnitt von 69 % – nur die Versicherungsbranche zeigt noch weniger Vertrauen. Außerdem weist der Einzelhandel die meisten Skeptiker auf (9 %). Diese gehen davon aus, dass der „Hype“ um soziale Netzwerke bald vorübergeht und für die Kunden dann lediglich einen weiteren Kommunikationskanal darstellt.

Die Skepsis, mit der der Einzelhandel sozialen Netzwerken begegnet, ist durchaus angebracht – denn der von Marketingexperten angepriesene Erfolg von Werbemaßnahmen in sozialen Netzwerken spiegelt oft nicht die Einschätzung der Konsumenten wider. Nur ein Viertel der Konsumenten (26 %) nutzt soziale Netzwerke, um sich über Neuigkeiten rund um bestimmte Unternehmen oder Marken zu informieren. Dagegen nutzen die meisten Konsumenten (78 %) soziale Netzwerke hauptsächlich, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Trotzdem sehen Marketingexperten aus dem Einzelhandel „die Verbesserung der Markenwahrnehmung“ als einen der größten Vorteile (40 %), den soziale Netzwerke Unternehmen bieten können. Dieser Aussage stimmen aus den anderen Branchen hingegen nur 27 % der Befragten zu.

Vor diesem Hintergrund schneiden Unternehmen bzw. Marken, denen die Konsumenten unaufgefordert „folgen“, sogar relativ gut ab. Von solchen Unternehmen erhält fast die Hälfte  erNutzer (48 %) gerne Werbebotschaften in sozialen Netzwerken. Genau das Gegenteil ist der Fall, wenn es sich um Unternehmen handelt, denen die Konsumenten nicht folgen. 40 % gaben an, sich in solch einem Fall über unerwünschte Werbebotschaften zu ärgern. Darüber hinaus zählen unerwünschtes Marketing („Spam“) und Pop-up-Anzeigen für Konsumenten zu den schlimmsten Marketingmaßnahmen in sozialen Netzwerken.

Spätestens bei folgender Tatsache sollten die Alarmglocken läuten: 65 % der befragten Konsumenten gaben an, eine Marke nicht länger zu verwenden, wenn sie das Verhalten des Unternehmens in sozialen Netzwerken stören oder verärgern würde.

Im Gegensatz dazu vertrauen Konsumenten auf die Empfehlungen ihrer Kontakte aus dem Netzwerk: 68 % gaben an, sich weitergehend mit deren Empfehlungen zu beschäftigen oder gar einen Kauf zu tätigen (15 %).

Unternehmen sprechen nicht die Sprache der Konsumenten

Wie die Studie zeigt, sind Konsumenten bei der Interaktion mit Unternehmen vor allem an Rabatten oder Gutscheinen, neuen Produkten und Dienstleistungen sowie anstehenden Verkaufsaktionen und Veranstaltungen interessiert. Unter Marketingexperten genießen diese Themen jedoch keinen allzu hohen Stellenwert und wurden nur von 10 % der Befragten genannt. Dagegen halten Marketingexperten Newsletter, Informationen über die soziale Verantwortung des Unternehmens und Befragungen zur Zufriedenheit der Kunden für sehr effektiv. Daran sind die Konsumenten wiederum am wenigsten interessiert.

Zwar waren Konsumenten und Marketingexperten gleichermaßen der Meinung, dass es sich bei Facebook um das beliebteste und vertrauenswürdigste soziale Netzwerk handelt. Dafür gingen  edoch die Meinungen über die Bedeutung anderer sozialer Netzwerke stark auseinander. Neben Facebook investieren Marketingexperten den Rest ihres verfügbaren Budgets in Twitter (57 %) und Google+ (51 %). Die Konsumenten dagegen bevorzugen YouTube gegenüber Twitter und Google+, während die Marketingexperten die Plattform lediglich auf Platz 5 ihrer Rangliste nannten.

„Der Einzelhandel sah sich in der jüngsten Vergangenheit mit vielen Problemen konfrontiert, wie etwa dem Aussterben der Einzelhändler, dem Online-Handel, schrumpfenden Konsumausgaben und konstantem Preisdruck. Deshalb sind die Marketingexperten der Branche sehr stark darauf bedacht, Kontakt zu den Kunden aufzubauen. Dies äußert sich wiederum in der verstärkten Nutzung sozialer Netzwerke“, so Kieran Kilmartin, Marketing Director, EMEA, bei Pitney Bowes Software. „Allerdings besteht unserer Studie zufolge immer noch eine Diskrepanz zwischen den hohen Erwartungen von Marketingexperten und dem geringen Interesse der Konsumenten an Werbekampagnen in sozialen Netzwerken. Vor allem trägt die weitere Verwendung herkömmlicher Marketingmodelle unabsichtlich dazu bei, dass die Konsumenten das Interesse verlieren oder sich den Marken im schlimmsten Fall ganz verweigern.“

Weitere Statistik zum Einzelhandel

·         Das Budget des Einzelhandels für Marketing in sozialen Netzwerken wird sich von 16% in 2011 auf 28% im Jahr 2013 nahezu verdoppeln.

·         68% der Marketingleiter im Einzelhandel sind der Meinung, dass ihre Kampagnen effektiv seien. Mit dieser Aussage liegen sie knapp über dem Durchschnitt der befragten Branchen (66 %), jedoch unter dem Telekommunikationssektor, der mit 91 % an oberster Stelle steht.

·         Allerdings ist der Einzelhandel am wenigsten zuversichtlich, wenn es um die Quantifizierung der Auswirkungen von Initiativen in sozialen Netzwerken geht. So gab weniger als ein Fünftel (19 %) der Befragten an, einen Zusammenhang zwischen ihren Ausgaben für soziale Netzwerke und der Rentabilität ihres Unternehmens herstellen zu können. Hier lag der Durchschnitt der befragten Branchen bei 33 %, während die Telekommunikationsbranche sogar auf 60 % kam.

·         Für 42% der Befragten aus dem Einzelhandel liegt die größte Herausforderung darin, einen Zusammenhang zwischen den Werbemaßnahmen im Netz und der Konversion von Kunden herzustellen. An zweiter und dritter Stelle der offenen Fragen folgt die Entscheidung, wie vielZeit und Geld in soziale Netzwerke (40 %) und in welche sozialen Netzwerke (36 %) investiert werden soll.

Das White Paper zur Studie kann ab sofort heruntergeladen werden unter:

http://slp.pbinsight.com/info/pbs-ger-marktstudien.

 

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